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Seoul. Wie im Rausch hat die ostasiatische Metropole ganz Südkorea in sich aufgesogen. Alles, was in diesem Land passiert, passiert in Seoul. Aber Seoul steht – noch – im Schatten ihrer großen urbanen Schwestern Peking und Tokio. David Iselin erkundet das Dazwischen der südkoreanischen Hauptstadt entlang ihrer Geschichte, ihrer Lage, ihrer Architektur und ihrer zahllosen Menschen. Er findet eine auf Gegenwart getrimmte Stadt: Sie steht exemplarisch für eine Nation, die sich in kürzester Zeit von einem Entwicklungsland zu einem Industriestaat gewandelt hat. Er findet eine rauschhafte Stadt zwischen Härte und Verletzlichkeit, Freud und Leid. Er findet eine Stadt, die mit ihrer Matrix aus kulturellem und wirtschaftlichen Erfolg exemplarisch für den (Wieder-)Aufstieg Asiens steht. Er findet das Prinzip Seoul, das all diese Widersprüche in sich vereint.
David Iselin ist Konjunkturforscher an der ETH Zürich. Er schreibt regelmässig für “Das Magazin” des Tages-Anzeigers und hat u.a. Beiträge für “The Germans” und die “Neue Zürcher Zeitung” vefasst. Iselin hat länger in Japan gelebt, von wo aus er seine erste Reise nach Seoul unternahm.