Niemand kann alles lesen, was an Text bis heute produziert worden ist. Seit mehreren Tausend Jahren wird geschrieben, wobei sich das Alphabet als schriftliche Darstellung einer Lautsprache bis heute bewährt hat. Das Lateinische Alphabet ist bislang noch das am weitesten verbreitete, der höchste Anteil des weltweiten Textaufkommens ist in dieser Notation verfasst.
Wie viel Text im Lateinischen Alphabet existiert, weiß niemand, aber darüber nachzudenken ist insofern müßig, als eh niemand alles lesen kann. Die meisten Menschen wollen auch gar nicht alles lesen, sondern nur das, was sie interessiert.
Nun gibt es aber einen Menschen auf dieser Welt, der liest doch alles. Nämlich alles, was ihm unter die Augen kommt, egal welche Relevanz es für ihn persönlich haben mag. Es ist: Der Leser. Der Leser liest Magazine, Zeitungen, Flugblätter, Werbeprospekte, Comics, also Drucksachen jeder Art, die „zwischen dem Dreißigährigen Krieg und gestern erschienen sind“. Der Leser ist damit genau das, was er zu sein angibt. Niemand sonst ist ein Leser. Niemand sonst.