Auf mikroskopischen Aufnahmen wirken Bakterien und Viren erhaben. Sie verkörpern die Schönheit, die im Schrecklichen liegt. Es macht einem Angst und Freude zugleich, dass man so etwas Erstaunliches im eigenen Körper hat. In einem Körper vielleicht, der von außen eher nicht so toll aussieht, wimmelt es nur so von Schönheit. Einer Schönheit, die keiner sehen kann. Nicht nur, weil es sich um eine innere Schönheit handelt, sondern auch um eine mikroskopisch kleine. Und im Zweifelsfall um eine, die krank macht.
Eines der vielen aktuell trendenden Internet-Meme ist das Teilen von mikroskopischen Abbildungen. Die Leute lieben es auf einmal, ins Detail zu gehen. Makrofotokameras werden immer günstiger. Mikroskope auch.
Vielleicht werden wir alle bald Fotos von unseren Streptokokken posten. Dann wird endlich auch innere Schönheit zählen. Auch wenn es eine ist, die krank macht.