Immer wenn einem langweilig ist, muss man einfach nur „Sarah Palin“ googeln. Da kommt immer was Gutes bei raus. Jetzt kommt gerade was zu Weihnachten. Oder vielleicht eher gegen Weihnachten. Wobei Sarah Palin nicht gegen Weihnachten ist, sie ist im Gegenteil sogar sehr dafür, sonst hätte sie ja kein Buch darüber geschrieben (Good Tidings and Great Joy: Protecting the Heart of Christmas, gerade erschienen), aber immer wenn Sarah Palin für etwas ist, ist die Mehrheit dagegen. Wenn Sarah Palin für etwas ist, hat das in der Regel keine Überlebenschancen.
Was Weihnachten betrifft, könnte die Sache etwas anders ausgehen. Weihnachten hat ja schon immer Befürworter und Gegner gehabt, und Sarah Palin scheint sich selber nicht ganz sicher zu sein, ob sie Weihnachten jetzt gut findet oder nicht. Beziehungsweise, sie findet Weihnachten schon gut, aber nicht so, wie es in unserer Zeit gefeiert wird, aber sie findet es auch nicht gut, wenn Leute gegen Weihnachten sind, also gegen Weihnachten, wie es in unserer Zeit gefeiert wird. Sie möchte, dass alle Leute Weihnachten feiern, aber richtig, und dazu gehört auch, dass man einen Weihnachtsbaum als christmas tree bezeichnet und nicht als holiday tree, was die weihnachtsbaumverkaufende Studentenvereinigung eines Colleges in North Carolina nämlich tat, nachdem sich irgendeine politisch oberkorrekte Institution darüber beschwert hatte, dass ein christmas tree Menschen ausgrenzt, die nicht christians sind. Das gab dann aber Ärger wegen der Beschneidung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, und am Ende haben die Studenten beschlossen, ihre Weihnachtsbäume doch wieder als christmas trees zu bezeichnen.
„Warum nicht gleich so“, hat sich Sarah Palin bestimmt gedacht, und „sowas darf nie wieder passsieren“. Und damit das so ist, wird ihr Buch als Kampfansage gegen den „war on Christmas“ positioniert. Weihnachten ist nämlich etwas Friedliches, das darf man nicht bekämpfen.