Präsentation der Produkte von RLF bei Andreas Murkudis. Auf einer Europalette zwei Stapel mit Postern. Der Anblick motiviert zu einer Handlung, die im Umgang mit Postern auf Paletten als selbstverständlich begriffen wird und folgende Gleichung voraussetzt:
Europalette + Posterstapel = mitnehmbar, kostenlos
Ein Posterpaletten-konditionierter Besucher nimmt sich also zwei Poster und wendet sich zum Gehen. Ein Mitarbeiter schreitet ein: „He, die können Sie nicht einfach so mitnehmen, die müssen Sie bezahlen!“ Der Besucher sagt, „Ach so, nee, dann nicht“ und legt die Poster zurück.
Bei RLF geht es um Revolution durch Konsum. Wie genau das funktioniert, soll hier nicht im Detail erklärt werden (nicht zuletzt deshalb, weil ich es nicht ganz verstehe), aber eins wird klar bei RLF: Die als selbstverständlich vorausgesetzte Gleichung geht nicht mehr auf. Was vorher nichts kostete, kostet jetzt was (und was vorher was kostete, kostet auch weiterhin was).
Was nicht unerwähnt bleiben darf: Die Produktpräsentation von RLF wird von einem großartigen Klavierkonzert begleitet. Kai Schumacher spielt Auszüge aus den Variationen von Frederic Rzewski über eine chilenische Widerstandshymne. Der Eintritt ist kostenlos.