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The Strange Reich (1)

by Jossi Reich

JossiGroße, geradezu unerfüllbare Pläne zu schmieden, das ist mein Metier. Demzufolge ist der durchaus überschaubare Rahmen der Sixtinischen Pages quasi als Geschenk des Himmels zu erachten, – oh ja, lieber Georg Diez, lass mich Dir bitte, dem dankbaren Haushund gleich, dankbar Deine gewaschenen Füße ablecken – denn diesen, vom heiligen Georg und seinen Mannen ins Leben gerufene Blog erachte ich tatsächlich als geeignete Plattform. Ja genau, zweimal: „erachte ich“. Warum nicht. Wo Dummschwätzer, die sich so gewählt und intelligent wie ich ausdrücken, durchaus willkommen sind. Was wiederrum meinen weiteren Karrieresprüngen durchaus nützlich sein wird. Durchaus. Durch. Aus. So einiges wartet in meiner Pipeline, um dieser Tage in meiner spärlichen Freizeit für meine Fans fertiggestellt zu werden. Um die hohen Erwartungen ständig neu hinzukommender anspruchsvoller User der Sixtinischen Pages in den nächsten Tagen entsprechend  zu beglücken. Eine auf Englisch geschriebene Kurzgeschichte etwa über meinen vermaledeiten Wochentrip mit einer deutsch-jüdischen Jugendgruppe im Jahre 1984, als ich ewiger Jüngling noch ganze 21 war, zu den verfluchten Gedenkstätten in Auschwitz und Treblinka, eine Erzählung, die weniger um den vielbeklagten Holocaust an Zigeunern, Schwulen, Juden und ähnlich sonderlich gearteten Mit-Menschen kreist, sondern primär um meine unerfüllbare Liebe zu jenem knackigen, vielversprechenden Lady-Fräulein, welches meine Mama in ihrer Jugend war. Die Darstellung einer tief in mir herrschenden, auf ewig unerfüllbaren Liebe.

(Photo von Angelika Cher)

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